LFO-Frakturſchriften ſind vollfunktionale OpenType-Frakturſchriften, die mit Anti­qua­tex­ten oder beim nor­ma­len Schrei­ben ſelbſt­tä­tig regel­ge­rech­te Frak­tur­texte bil­den ohne jede Unter­ſtüt­zung durch ein Satz­hilfs­pro­gramm! Die Schrift al­lein ge­nügt, denn das Frak­tur­regel­werk iſt in jeder Schrift be­reits ent­hal­ten. Mit LFO-Frak­tur­ſchrif­ten wird daher wie mit nor­ma­len Anti­qua­ſchrif­ten ge­ſchrie­ben (LFO-Ein­füh­rung, 1'). Die Liga­turen die­ſer Schrif­ten ſind un­c  odiert und wer­den nur über die ſchrift­inter­nen Open­Type-Be­fehle an­ge­zeigt.

Als Hilfsprogramm für die Anwendung der LFO-Fraktur­ſchriften iſt hier der LFOAſſiſtent als klei­nes Kor­rek­tur­pro­gramm er­hält­lich, das aber kein Satz­pro­gramm iſt, ſon­dern mit dem man auf be­que­me Weiſe den Bin­de­hem­mer ein­fü­gen kann, wenn ein­mal ein Satz­feh­ler zu be­rich­ti­gen ſein ſollte, und das Hin­weiſe für das Schrei­ben mit LFO-Schrif­ten gibt. LFO-Schrif­ten erhalten Sie auf der Seite Schriften.

Ihr Schreib­programm muß Open­Type-ligatur­funktions­fähig ſein, um dieſe Schrif­ten nutzen zu können!

Aber auch bei grund­ſätz­lich gege­bener Open­Type-Fä­hig­keit kann es ſein, daß Open­Type-Be­fehle nicht immer rich­tig aus­geführt werden. Die ver­ſchie­de­nen Schreib­pro­gramm-Her­ſteller ver­wen­den die Open­Type-Tech­nik noch zu unein­heit­lich, zum Teil unvoll­ſtändig und nach eige­nen Vor­ſtel­lungen, in denen der Frak­turſatz in der Regel nicht vor­kommt. Die Aus­ſicht, daß Open­Type-Schrif­ten mit Baſis­funktio­nali­tät wie die LFBO-Schrif­ten fehler­freie Texte erzeugen, iſt größer als bei den voll­funk­tiona­len LFO-Schrif­ten, brau­chen dafür aber ein Satz­pro­gramm wie Liga­fak­tur, um ſelbſt­tä­tig regel­ge­rechte Frak­tur­texte zu er­zeu­gen. Wenn das Schreib­pro­gramm geeig­net iſt, können voll­funkti­onale Open­Type-Schrif­ten wie die LFO-Schrif­ten dage­gen al­lein und unab­hängig von Frak­tur­ſatz­program­men ver­wendet werden. Aller­dings ſind Kor­rek­tur- und an­dere Ein­griffs­mög­lich­keiten begrenzt.

Insgeſamt ſind Frakturſatzſyſteme auf OpenType-Grundlage derzeit alſo noch als experimentell anzuſehen!

Wer die LFO-Schriften und ihre Möglichkeiten ausprobieren möchte, der ſei auf BabelPad hin­gewieſen, einen koſtenloſen Edi­tor, der die Open­Type-Be­fehle weit­ge­hend umſetzt, al­ler­dings wie die meiſten Edi­to­ren keine grö­ßere Sei­ten­geſtal­tung zuläßt. Ein koſten­lo­ſes Open­Type-funk­tions­fähi­ges Text­ver­arbei­tungs­pro­gramm mit den wich­tigſten Grund­funk­tio­nen für eine Text­geſtal­tung iſt Abi­Word, das Open­Type-Be­fehle mit Abſtri­chen, aber noch aus­rei­chend umſetzt.
Näheres über das Syſtem der Open­Type-Funk­tio­nen erfah­ren Sie auf der Seite Liga­tur­ſyſteme.

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